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Erkältung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Tipps gegen Erkältung in der Schwangerschaft und in der Stillzeit.

Es gibt Dinge, die sind so überflüssig wie ein Sandkasten in der Sahara – eine Erkältung in der Schwangerschaft oder Stillzeit gehört definitiv dazu! Aber, um es gleich mal vorwegzunehmen und vor allem zur Beruhigung: Fast jede werdende Mutter nimmt in den 40 Wochen ihrer Schwangerschaft mindestens eine Erkältung bzw. einen grippalen Infekt mit – und übersteht ihn samt Baby im Bauch in der Regel unbeschadet. An dieser Stelle kurz zur Erläuterung: „Grippaler Infekt“ ist nur eine andere Bezeichnung für eine Erkältung und nicht mit einer Grippe zu verwechseln. Aber ganz egal, wie man es nennt – es gibt ein paar Dinge, die du unbedingt beachten solltest – zum einen, um weder dein Baby noch dich unnötig zu gefährden, zum anderen, um die Erkältung schnellstmöglich wieder in die Wüste zu schicken … 

Danielas Hebammen-Tipps

Es hat dich erwischt? Husten, Schnupfen, Halsschmerzen – eine Erkältung mitten in der Schwangerschaft ist im Anmarsch? Kein Grund zur Sorge, liebe Mami in spe! Vertraue auf dich und den kleinen Menschen, der in dir heranwächst! Dein Körper versorgt euch mit allem, was ihr benötigt, um die Erkältungszeit zu überstehen. Und mit ein paar meiner Hebammentipps beschleunigen wir das Ganze – oder machen es zumindest erträglicher … Ich erkläre dir, warum du momentan etwas anfälliger für grippale Infekte bist, welche Hausmittel gegen Erkältung hilfreich sind, was du selbst tun kannst und wann ein Arztbesuch angebracht ist – sowohl bei einer Erkältung in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit.

Erkältung in der Schwangerschaft

In der Zeit der Schwangerschaft konzentrieren sich die Abwehrkräfte deines Körpers in erster Linie darauf, dein Baby zu schützen. Eine phänomenale „Erfindung“ von Mutter Natur! Doch was gut für dein Baby ist, macht dich leider anfälliger für einen grippalen Infekt. Denn während dein Immunsystem damit beschäftigt ist die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten, können sich unerwünschte Bakterien und Viren viel leichter in deinem Körper ausbreiten. Trotzdem brauchst du keine Angst zu haben, dass dein Kind dabei in Gefahr ist, denn auch während einer Erkältung versorgt dein Körper das Ungeborene optimal und umfassend.

Darüber hinaus sind bei Schwangerschafts-Erkältungen in erster Linie die oberen Atemwege betroffen. Und selbst wenn die Viren den Weg in den restlichen Körper antreten sollten: Dein Immunsystem wird gezielt mit den entsprechenden Abwehrstoffen reagieren und versuchen, den Feind in die Flucht zu schlagen. Sehr wirkungsvoll können dabei übrigens die häufig zitierten „Hausmittelchen“ helfen!

Wann sollte man zum Arzt bei einer Erkältung?

Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt erfordern in der Schwangerschaft keinen Arztbesuch. Solltest du allerdings Symptome einer echten Grippe bekommen, also zum Beispiel hohes Fieber (ab 38,5 Grad), Schüttelfrost, Kreislauf- oder Magen-Darm-Probleme, Gliederschmerzen oder farbigen Auswurf: Dann führt kein Weg an einem Arztbesuch vorbei! Nur so kannst Du eventuellen Risiken vorbeugen!

Erkältung in der Schwangerschaft

Hausmittel gegen Erkältung in der Schwangerschaft


Hausmittel gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Halsschmerzen sind wirklich lästige Wegbegleiter, die oftmals mit einer klassischen Erkältung einhergehen. Zum Glück gibt es die drei „Hs“, die den schmerzenden Hals in der Schwangerschaft wirkungsvoll beruhigen:

Hals warmhalten, Heiße Zitrone und Honig. Letzterer wirkt gegen Krankheitserreger, beruhigt die Schleimhäute und fördert die Wundheilung bei Halskratzen. Das heißt, Honig ist nicht nur ideal zum Süßen von warmen Tees, sondern wirkt auch auf spröden Lippen und wunden Schnief-Nasen wahre Wunder!

Apropos warme Erkältungstees: In der Schwangerschaft sind bei weitem nicht alle Kräuter und Gewürze erlaubt – Ingwer und japanische Minze sind beispielsweise tabu, da sie im Verdacht stehen, vorzeitige Wehen auszulösen. Heimische Minze hingegen kann in kleinen Mengen bedenkenlos zum Einsatz kommen. Auch Tees mit Kamille, Fenchel, Salbei, Anis oder Melisse sind als Erkältungstee in der Schwangerschaft geeignet.

Ein weiteres wunderbares Hausmittel gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft ist Apfelessig: Durch seine desinfizierende Wirkung eignet er sich sowohl verdünnt zum Trinken als auch unverdünnt zum Gurgeln.

Hausmittel gegen Husten in der Schwangerschaft

Husten kann wirklich mürbe machen – und mit einem Baby im Bauch gleich zweimal so sehr! Doch auch hier gibt es drei helfende „Hs“, die den Hustenreiz wirkungsvoll bekämpfen können:

Hustensaft aus Zwiebeln – am besten selbstgemacht! Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell und verflüssigen den Schleim in den Bronchien. Dafür Zwiebel klein schneiden, einen Esslöffel Honig dazugeben und eine Stunde durchziehen lassen. Über den Tag verteilt je einen Teelöffel des Zwiebelsafts trinken.

Hohe Luftfeuchtigkeit weist trockene Zimmerluft in die Schranken und beruhigt gereizte Schleimhäute. Hier hilft Lüften, um trockene Heizungsluft gegen frische, feuchte Luft von draußen zu tauschen. Auch eine Schale mit Wasser oder ein feuchtes Tuch kann zum Verdampfen auf der Heizung platziert werden.

Und Hühnersuppe? Wirkt tatsächlich wahre Wunder! Die in der Suppe enthaltenen Eiweiße, Fette, Spurenelemente und Vitamine spenden Kraft und blockieren die Ausschüttung entzündungsfördernder Stoffe, während gleichzeitig das Immunsystem unterstützt wird.
Für die optimale Wirkung, sollten neben dem Suppenhuhn noch Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Lauch, Nelken (wer es mag) enthalten und reichlich mit frischer, roher Petersilie garniert werden. Ein wenig Chili-Schärfe tut ebenfalls gut. Anstatt des Suppenhuhns können Vegetarier Tofu, Eier oder Hülsenfrüchte als Eiweißquelle wählen.

Erkältungstee bei Halsschmerzen und Schnupfen
Hausmittel gegen Schnupfen in der Schwangerschaft

Hast du auch die Nase voll von Schnupfen in der Schwangerschaft? Dann versuche doch mal folgendes:

Das Inhalieren von warmem Wasserdampf mit natürlichen Zusätzen von Teebaumöl, Kamille, Fenchel oder Salbei befeuchtet die Schleimhäute, öffnet die Atemwege, begünstigt den Abfluss von Sekreten und fördert damit die Heilung.

Auch das Inhalieren mit einer Kochsalzlösung ist eine empfehlenswerte Variante sowie der Einsatz von Sprays mit Salzwasserlösungen.

Darüber hinaus solltest du den Kopf beim Schlafen höher legen, um auch nachts besser Luft zu bekommen.

Tagsüber viel trinken und regelmäßig mit Tee-Aufgüssen wie Kamille, Fenchel, Salbei, Spitzwegerich oder Salzwasser gurgeln hilft ebenso. Das wirkt zum einen schleimlösend, zum anderen regt Gurgeln die Durchblutung an und lindert dadurch Schmerzen.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft solltest du nach Möglichkeit komplett auf Schmerzmittel verzichten. Glücklicherweise gibt es auch äußerst hilfreiche Hausmittel, die deine Kopfschmerzen in ihre Schranken weisen können:

Ein Spaziergang an der frischen Luft vertreibt oftmals schon leichte Kopfschmerzen.

Sollte das nicht ausreichen, können Stirn- und Gesichtsgüsse mit ca. 18° C kühlem Wasser wahre Wunder wirken.

Auch ätherische Öle wie Pfefferminz- oder Lavendelöl auf Schläfen oder Stirn gerieben sorgen für sofortige Entspannung bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft.

Apropos Entspannung: Eine Schulter- und Nackenmassage lässt verkrampfte Muskeln – und das sind oft die Übeltäter in Sachen Kopfschmerzen – wieder wunderbar geschmeidig werden. Das entspannt sowohl die Mama als auch das Baby im Bauch!

Erkältung in der Stillzeit – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Erkältung in der Stillzeit

Worauf muss ich achten, wenn ich erkältet bin?

Wenn dich eine Erkältung im Wochenbett oder in der Stillzeit erwischt hat, ist es wichtig, auf besonders sorgfältige Hygiene zu achten: Das Tragen eines Mundschutzes sowie regelmäßiges Händewaschen und/oder -desinfizieren kann dann dafür sorgen, dass du die Krankheitserreger nicht auf dein Kind überträgst.


Weiterstillen ja oder nein?

Und auch, wenn du Bedenken hast: Bei einer leichten Form der Erkältung kannst und solltest du dein Kind ruhig weiter stillen. Denn durch die Muttermilch bekommt dein Baby automatisch Antikörper übertragen, die zu einer passiven Immunisierung führen.


Sind Medikamente erlaubt?

Ist der Krankheitsverlauf schwerwiegender, solltest du sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen und es einmal abklären lassen. Sollte dieser dir daraufhin Medikamente verschreiben, erwähne immer, dass du stillst. Heutzutage gibt es zum Glück viele Medikamente die stillverträglich sind, so dass du in der Regel weiter stillen kannst.


Ätherische Öle in der Stillzeit?

Besondere Vorsicht ist allerdings beim Einsatz von ätherischen Ölen geboten. Diese müssen ausdrücklich für den Gebrauch im Säuglingsalter geeignet sein – ansonsten: Finger weg!


Kann ich mich auf eine Erkältung in der Stillzeit vorbereiten?

Und hier noch ein kleiner Extra-Tipp: Wenn sich eine Erkältung ankündigt und du Sorge hast, eventuell Medikamente einnehmen zu müssen, kann es sinnvoll sein, ein paar Portionen Muttermilch einzufrieren. So hast du einen kleinen Vorrat für die Zeit der Medikamenten-Einnahme!

 

Medikamente in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Beratungsstelle der Charité Berlin gibt auf Ihrem Portal Embryotox ausführlich Auskunft über Medikamente und deren Verträglichkeit in der Schwangerschaft und Stillzeit. Die persönliche Beratung mit deinem Arzt ersetzt das Portal natürlich nicht!

Medikamente in der Stillzeit

Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen

Natürlich kannst du schon im Vorfeld einiges dafür tun, um gestärkt und möglichst erkältungsfrei durch Schwangerschaft und Stillzeit zu kommen:

So sorgt eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse wie Paprika, Grünkohl, Brokkoli, Zitrusfrüchten und Acerola-Beeren für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C. Hochwertiges Eiweiß in Form von Fisch, rotem Fleisch, Geflügel und Milchprodukten sowie Hülsenfrüchte und Getreide ergänzen den Speiseplan optimal und versorgen mit Zink.

Vermeide Stress, so gut es geht und gönne dir darüber hinaus genügend Ruhepausen: Das kann ein gutes Buch im Lieblingssessel sein, dazu der Rückenschmeichler Mama für wohltuende Wärme oder ein gepflegtes Mittagsschläfchen an einem verregneten Sonntag.

Auch ein Spaziergang an der frischen Luft und leichte sportliche Aktivitäten wie Schwimmen oder Schwangerschaftsyoga stärken sowohl deine Abwehr als auch Körper und Seele!

Auch das Durchlüften von Räumen und die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Raum durch das Aufstellen von Wasserschalen kann dazu beitragen, eine Erkältung in der Schwangerschaft und Stillzeit zu vermeiden. 

 

Rückenschmeichler Mama inkl. Wärmepad



Hebamme Daniela

“Wir wünschen uns, dass du dich wohlfühlst.
Alles Gute.”

Deine Hebamme Daniela



Disclaimer

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels zur Erkältung in der Schwangerschaft und Stillzeit dienen lediglich der Information und ersetzen keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltest du umgehend deinen Arzt oder deine Hebamme kontaktieren!

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