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Schwangerschaft und Geburt in Corona Zeiten

Guter Hoffnung trotz Corona: Schwangerschaft und Geburt in Corona Zeiten.

Die Geburt des eigenen Kindes zählt zweifelsohne zu den magischen Momenten des Lebens. Doch neben den „normalen“ Bedenken, ob Schwangerschaft und Entbindung komplikationslos verlaufen, müssen sich werdende Eltern derzeit mit ganz anderen Dingen auseinandersetzen: Geburtsvorbereitungskurse via Zoom, Maskenpflicht und Besuchsbeschränkungen in der Klinik, Abstand halten im Kreissaal – hhhhmmm… klingt erstmal schwierig… Und ist dennoch kein Grund, der Geburt nicht trotzdem gelassen entgegenzublicken. Wir beantworten dir die dringendsten Fragen rund ums Thema „Schwangerschaft und Geburt in Corona-Zeiten“ und möchten dir damit unnötige Sorgen und Ängste nehmen…

Danielas Hebammen-Tipps

Guter Hoffnung trotz Corona? Aber sicher, liebe Mami in spe! Auch wenn manche Dinge momentan etwas anders als gewohnt ablaufen, solltest du mit Zuversicht durch diese besondere Zeit gehen und deinen „Zustand“ in vollen Zügen genießen. Denn wie so oft im Leben lohnt es sich, auch die positive Seite der Corona-Restriktionen wahrzunehmen: Wegen der Kontaktbeschränkungen und des Homeoffice-Gedankens liegt der Fokus viel mehr auf Ruhe und Rückbesinnung – was sowohl deiner Schwangerschaft als auch deiner Zeit im Wochenbett zugutekommt. Dein Baby wird wahrscheinlich einen viel sanfteren Start ins Leben haben, als du denkst. Also entspanne dich und bleib guter Hoffnung – Corona hin, Corona her…

Fragen zu Schwangerschaft und Corona

Bin ich als Schwangere gefährdeter an Covid-19 zu erkranken und/oder habe ich ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf?

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine aussagekräftigen Studien darüber, dass du im Falle einer Schwangerschaft anfälliger für eine Corona-Infektion bist oder infolgedessen einen schweren Krankheitsverlauf zu erwarten hast. Im Gegenteil: Auch wenn werdende Mütter generell etwas „infektanfälliger“ sind, scheint die Infektionsrate von Covid-19 bei ihnen eher niedriger zu sein. Es gibt auch aktuell weder einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten noch dafür, dass das Corona-Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann. Die Wahrscheinlichkeit für virusbedingte Fehlbildungen ist also sehr gering.


Was mache ich, wenn ich mich in der Selbstisolation unwohl fühle oder mir Sorgen um mein Baby mache?

Deine Hebamme und dein Frauenarzt oder -ärztin sind auch hier die Ansprechpartner der ersten Wahl. Sie kennen dich und den kleinen neuen Erdenbürger in deinem Bauch am Allerbesten. Sie können die Situation sowohl aus medizinischer als auch emotionaler Sicht gut einschätzen. Gemeinsam könnt ihr entscheiden, was du dir zu Hause Gutes tun kannst, um dich wieder wohler und sicherer zu fühlen, und wann du besser in einer Klinik versorgt werden solltest.


Kann ich trotz Selbstquarantäne an meinen vorgeburtlichen Terminen teilnehmen?

In Absprache mit deinem „Entbindungskomitee“ – bestehend aus Frauenarzt oder -ärztin und deiner Hebamme – ist es wahrscheinlich, dass routinemäßige vorgeburtliche Termine herausgezögert werden, bis deine Selbstisolation endet. Geburtsvorbereitungskurse können dagegen auch per Videochat wahrgenommen werden. Gleiches gilt für Rückbildungskurse.


Was passiert, wenn ich während meiner Selbstisolationsphase Wehen bekomme?

Wenn du Wehen bekommst, solltest du deine Entbindungsstation um Rat fragen und sie darüber informieren, dass du eine Corona-Virusinfektion vermutet oder bestätigt hast. Dein Geburtsteam wird dich über die Möglichkeiten beraten.


Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich Kontakt zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person hatte oder selbst ein positives Corona-Testergebnis bekommen habe?

In beiden Fällen solltest du dich an dein zuständiges Gesundheitsamt sowie an deine Hebamme und deinen Frauenarzt oder -ärztin wenden und dich in häusliche Isolation begeben. Falls du keine oder nur leichte Symptome hast, kannst du dich einfach zu Hause auskurieren. Bei stärkeren Symptomen kann ein Krankenhausaufenthalt sinnvoll sein, um dich und dein Baby bestmöglich zu versorgen.


Kann ich das Virus im Falle einer Corona-Erkrankung an mein Baby weitergeben?

In den wenigen Studien, die es bisher zu dieser Thematik gibt, ist kein einziges Baby einer Covid-19-positiven Mama ebenfalls positiv getestet worden – weder vor noch nach der Geburt. Auch die durchgeführten Proben von Fruchtwasser und Muttermilch waren durchgängig negativ, weshalb es als höchst unwahrscheinlich gilt, dass du dein Kind ansteckst. Dennoch solltest du im Falle einer Covid-19-Infektion alle adäquaten Hygienemaßnahmen einhalten und einen Mundschutz tragen – und ja, auch beim Kuscheln…;-)


Fragen zu Geburt und Corona


Muss ich bei der Geburt eine Maske tragen?

Das Betreten des Krankenhauses ist nur mit Mundschutz möglich. Auch während der Geburt ist das Tragen einer Maske verpflichtend. Aber keine Sorge, in der Zeit der Wehen bist du ja auch mal alleine im Zimmer, da darfst du in den meisten Fällen die Maske abnehmen, ebenso auf den letzten Metern der Geburt.


Muss ich einen Schnelltest machen?

In vielen Kliniken wird vorher ein Schnelltest bei dir und deinem Partner gemacht.


Darf mein Partner oder meine Partnerin mich in die Klinik begleiten?

Derzeit darf dich in den meisten Kliniken eine Person während der Geburt begleiten. Das gilt sowohl für den Kreissaal als auch für den OP-Bereich im Falle eines Kaiserschnitts. Allerdings ist die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin unvorhersehbar und somit auch alle damit verbundenen Restriktionen. Das bedeutet, dass sich die Richtlinien der Kliniken ständig ändern können.


Wirkt sich eine Selbstisolierung aufgrund einer vermuteten oder bestätigten Corona-Infektion auf meine Geburt aus?

Um es gleich vorwegzunehmen und vor allem, um dich zu beruhigen: Sowohl die Selbstquarantäne als auch eine vermutete oder gar bestätigte symptomfreie Covid-19-Infektion haben wenig bis gar keinen Einfluss auf die Geburt an sich. Das heißt, dass du „ganz normal“ entweder vaginal oder per Kaiserschnitt entbinden kannst. Auch einer PDA steht nichts im Wege. Lediglich der Einsatz von Lachgas ist aufgrund der Aerosolisierung und der damit verbundenen Ausbreitung des Virus nicht möglich. Als reine Präventivmaßnahme – und, weil es noch zu wenig Erfahrungswerte gibt, solltest du eine Klinik aufsuchen, in der das Baby kontinuierlich elektronisch überwacht werden kann.


Ich wurde positiv getestet – was passiert mit meinem Kind nach der Geburt und darf ich stillen?

Vorausgesetzt, es geht Mutter und Kind nach der Geburt gut, darf dein Baby bei dir bleiben und du darfst es auch stillen. Beim Stillen werden dir folgende Vorsichtsmaßnahmen empfohlen: Trage eine Gesichtsmaske und achte penibel auf ausreichende Hygiene, bevor du dein Baby, die Milchpumpe oder die Flasche berührst – Gleiches gilt für die anschließende Pumpenreinigung und Sterilisation. Und keine Sorge, dass du dein Neugeborenes ansteckst: Wie schon erwähnt, konnten bisher keinerlei Covid-19-Viren in der Muttermilch nachgewiesen werden. Diese Einschätzung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.


Wird mein Baby auf Corona-Viren getestet?

Wenn zum Zeitpunkt der Entbindung eine Corona-Infektion bei dir vermutet oder bestätigt wurde, wird auch dein Baby auf Corona-Viren getestet.

Am besten informierst du dich telefonisch oder online, wie die Kliniken in deiner Umgebung aktuell mit den Themen Begleitpersonen, Besuchszeiten, Familienzimmer, etc. umgehen. Mach dir vorher eine Liste mit allen Fragen, die dich beschäftigen. So vergisst du nicht vor Aufregung die Hälfte und kannst deine Wahl danach in Ruhe treffen.

Hebamme Daniela

“Ich hoffe, ich konnte deine wichtigen Fragen beantworten, so dass du weniger Bedenken hast. Ich wünsche dir eine entspannte Schwangerschaft und eine schöne Geburt.”

Deine Hebamme Daniela



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