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Das Wochenbett

Wer kennt sie nicht, die überaus romantische Vorstellung des Wochenbettes. Ins Bett gekuschelt, das Baby auf der Brust, den heißen Tee auf dem Nachttisch. Schlafen, kuscheln, schlafen, ku…Heißen Tee trinken. 

Das Baby anstarren vor lauter Verliebtheit. 

Und dann kommt sie. Die Realität, von der dir niemand auch nur ansatzweise etwas erzählt hat. Vermutlich aus Gründen. 

Dein Baby will minütlich an die Brust, du musst ständig auf die Toilette und hast Vorlagen zwischen den Beinen, die nicht umsonst in Fachkreisen auch Surfbretter genannt werden. 

Du liegst seit Stunden in der gleichen Position im Bett, merkst, wie sich der Wochenfluss an den Surfbrettern vorbeischummelt und kannst aber nicht aufstehen, weil dein Baby schläft. Und bitte auch weiterschlafen soll. Denn sobald du dich bewegst ist’s vorbei mit der Ruhe und du musst immer im gleichen Rhythmus zu sanften Föhngeräuschen wippen, damit es weiterschläft. 

Im Stehen natürlich. Sanft, nun ja…

Dein vollgekleckertes Shirt steckt dabei halbwegs in den heißen Netzschlüppern (für die wir übrigens eine wunderbare Alternative haben) und nie hättest du gedacht, dass die so bequem sein können. Du lernst, kaltes Essen zu genießen und sollte es zur Zeit Sommer sein, ein Eistee geht doch immer! Deine Brüste platzen aus allen Nähten und das ganz ohne den Besuch beim Beauty-Doc. Nur dein Baby weiß es noch nicht zu schätzen und brüllt sie an. Manchmal stundenlang. Du bist unendlich müde und vergisst sämtliche Dinge, die dein Kopf für nicht wichtig hält. Die gute Nachricht ist: Du wächst mit deinen Aufgaben. Wirklich. Versprochen. Bis dahin bringen dich unsere Tipps zusammen mit ein bisschen Humor durch die Zeit:

TIPP 1
Sorge vor, wenn du das noch in der Schwangerschaft liest. Schaffe Vorräte zu Hause, besorge genug Hygieneartikel, koche vor und friere ein. Fülle Formulare aus, so gut es eben schon geht. Das erspart dir einiges! Wenn du bereits im Wochenbett bist: Bestelle online, nutze den Einkaufs-Lieferservice. Bitte Familie und Freunde etwas vorbeizubringen.

TIPP 2
Du hast keine Lust auf Besuch? Dann nicht! 

Really! 

Familie, Freunde und Bekannte MÜSSEN warten können. Es sei denn, sie bringen Essen und Putzlappen mit, dann HEREINSPAZIERT 😉 Alternativ kannst du das Baby auch erstmal per Foto/Video vorstellen, bis ihr persönlich bereit seid.

TIPP 3
Gönn dir vor allem in den ersten Wochen Ruhe und Schlaf. „Schlafe, wenn das Baby schläft“ ist wahrer, als man es glauben möchte und vor allem Müdigkeit ist ein großer Stressfaktor. Zudem kommt das ganze wunderbare Gekuschel dir und deinem Baby zu Gute. Vor allem in der ersten Zeit gehts hauptsächlich um das „Bonding“, also Nähe und Bindung durch möglichst viel nackte Haut schaffen. Gilt übrigens auch für den Papa.

TIPP 4
Es gibt bereits Geschwister? Dann wird’s vermutlich etwas schwieriger mit der Ruhe. Organisiere, wer zur KITA/Schule bringt und abholt. Beziehe das Geschwisterkind je nach Alter mit ein. Schaffe besondere Ausnahmen, wenn du zB stillst (besonderes Buch, APP, TV, Spiel…) Die zweite Bezugsperson wird in dieser Phase besonders gebraucht, wenn sie denn zu Hause sein kann und es sie überhaupt gibt.

TIPP 5
Im Wochenbett gibts keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Wasser, Trockenshampoo und Haargummi verstehen sich bestens mit bequemer Kleidung.

TIPP 6

Wenn du stillen möchtest, starte bei den ersten Anzeichen deines Babies, damit es sich nicht in Rage schreit. Anzeichen sind z.B. Faust in den Mund, Kopf suchend hin und her drehen. Stelle dir immer eine Flasche Wasser/Kanne Tee bereit, der Durst kommt beim Stillen.

Mach dich darauf gefasst, dass deine Brüste prall und dein Baby sehr hungrig sein werden. Heiße Umschläge vor dem Stillen weiten die Milchgänge, kalte Umschläge danach lindern, bis es sich eingespielt hat. 

Bedenke: Es ist ein Lernprozess und kann eine ganze Weile dauern.

Wenn du die Flasche gibst: 
Stelle immer heißes Wasser in der Kanne bereit und habe auch immer abgekochtes kaltes Wasser daneben, so kannst du die Flasche gleich in der idealen Temperatur zubereiten.

TIPP 7

In den ersten Tagen nach der Geburt kann es zu dem sogenannten „Baby blues“ kommen. Die Tränen fließen in Sturzbächen herunter, weil die Babykücken gerade mit ihrer Mama die Straße überqueren, du ein süßes Katzenfoto gesehen hast oder auch einfach so. 

Stimmung am Nullpunkt. Schuld daran sind Hormone, Umstellung, Müdigkeit und Co. So schnell wie es kam, ist’s meist wieder vorbei. Falls nicht und du das Gefühl hast, Hilfe zu benötigen. Scheu dich nicht und sprich mit deiner Hebamme! Und nun beenden wir den Beitrag mit einem Buchtipp und einer doch so wahren Floskel und wünschen dir wundervolle erste Wochen:

„Genieße diese magische Zeit, denn sie geht so schnell vorbei!“

Unser Buchtipp für dich und ganz viel Humor im Wochenbett: Aus dem Buch „101 Dinge, die in keinem Elternratgeber stehen” von Silke Schröckert. 101 Mut machende Anekdoten rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

Hilfe, ich blute! Warum viel mehr Promis Fotos von ihrer Wegwerfunterwäsche posten sollten!

 

Als Wöchnerin trägst du keine Einlagen. Du trägst Vorlagen. Und ich gebe zu: Ich weiß bis heute nicht, weshalb die so heißen. Vermutlich sind sie einfach zu dick und unförmig, um noch als etwas zu gelten, was man irgendwo einlegen kann. Nein, diese Monstren aus blutsaugfähigem Windelmaterial brauchen ihren eigenen, nicht selbsterklärenden Namen. Und du kombinierst sie auch nicht einfach mit normaler Unterwäsche: Die daumendicken Wattematten werden in ein unförmiges Wegwerfhöschen aus Netzmaterial gestopft, das du dir über den gesamten Unterleib ziehst. Wie so ein Obstnetz für Mandarinen, in dem mindestens eine Mandarine immer zermatscht, egal, wie gut man aufpasst, und alle anderen vollschmiert. Und weil ein Netz aus aneinandergereihten Löchern besteht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Mandarinenmatsche ausläuft und es eine Riesenschweinerei gibt …

Das ist nicht schön. Schon gar nicht, wenn es sich bei dem Obstnetz eben um die besagte Netzunterhose im Wochenbett handelt … Aber es ist eben auch ganz normal. Auch wenn man so selten etwas davon sieht. Denn zwar gibt es genug Promi- und Supermodel-Mütter, die sich kurz nach der Geburt in den Sozialen Medien inszenieren – gern auch halbnackt. Doch bis auf wenige Ausnahmen (ein Hoch an dieser Stelle auf Schauspielerin Amy Schumer und ihre herrlichen Insta-Posts aus dem Wochenbett!) tun sie das selbst postnatal in schicken Dessous und nicht in der unschmeichelhaften Mesh-Unterwäsche. Das ist nicht nur wahnsinnig schade, weil wieder mal viel zu viel Druck auf Mütter und ihre Erwartungen an ihr eigenes Erscheinungsbild ausgeübt wird. Es ist auch absolut unlogisch.

Klar, die Wegwerfhöschen sehen maximal blöd aus. Aber es geht im Wochenbett ja auch nicht darum, sexy zu sein, sondern klarzukommen. Ich jedenfalls will keinen Wochenfluss aus sauteuren Spitzenhöschen waschen müssen. Da schmeiße ich lieber meinen vollgesifften Netzschlüpfer in den Müll – und streife mir lachend einen neuen über.

Na, wer sieht jetzt doof aus, Supermodel-Moms?

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