Kaiserschlüpfer-Bustier – oder: Wie meine Brustprothesen ihren Lieblingsplatz fanden!
Kaiserschlüpfer-Bustier – oder: Wie meine Brustprothesen ihren Lieblingsplatz fanden
Mein Name ist Andrea Schröder. Ich bin Hebamme und Auditorin – und ich habe keine Brüste mehr, weil ich Brustkrebs hatte.
So. Das darf man erst einmal kurz verdauen.
Kaiserschlüpfer kenne ich seit dem Hebammenkongress 2017 in Kassel. Seitdem habe ich dort immer wieder etwas gekauft: als Anschauungsmaterial für „meine“ Frauen oder für meine Töchter die eine hat Endometriose, die andere bekam Unterstützung für ihre Schwangerschaften.
Dass ausgerechnet ich irgendwann selbst zur vermutlich besten Kundin werden würde, hätte ich damals nicht gedacht.
2018 erkrankte ich an Brustkrebs. Zunächst wurde mir eine Brust entfernt. Einen BH trug ich damals nicht. Ich war wütend, wollte keine Prothese und dachte: Wo kämen wir denn dahin? Ich definiere mich schließlich nicht über meine Brust. Später wurde auch die zweite Brust entfernt. Für mich war das tatsächlich eine Erleichterung: Endlich war ich nicht mehr ungleich. Also weiterhin keine Prothesen – obwohl ich zwei davon besitze.
Doch dann kam dieser eine Tag, an dem ich eben doch ein bisschen Brust zeigen wollte. Das Praktische an Prothesen ist schließlich: Man kann sie nehmen oder ablegen, ganz so, wie man möchte. Dragqueens verstehen diesen besonderen Luxus vermutlich sofort. Also ging ich ins Sanitätshaus, um mir einen passenden BH zu besorgen. Dort gab es die schönsten Modelle – mit Rüschen, Schleifchen und allem, was das Herz begehren könnte. Nur eben nicht meines. Wer meine burschikose Art kennt, weiß: Das bin einfach nicht ich.
Schließlich entschied ich mich für ein schlichtes Modell. Unglaublich teuer war es trotzdem aber das kannte ich bereits aus Gesprächen mit anderen betroffenen Frauen. Leider hatte der BH noch ein weiteres Problem: Sobald ich mich nach vorne beugte, zeigte sich kein Dekolleté, sondern ein tiefer Abgrund gefühlt bis zum Bauchnabel. Ehrlich gesagt: Das war es auch nicht. 2021 betreute ich auf einer Hebammenmesse einen Stand. Kaiserschlüpfer war ebenfalls dort. Unter Messeständen kennt man sich: „Na, wie läuft’s?“ – der übliche kleine Plausch eben.
Und plötzlich hatte ich einen Geistesblitz: Wenn man in die Bustiers Kühl- und Wärmepads einstecken kann, müsste das doch auch mit Brustprothesen funktionieren! Gedacht, gefragt. Julia sagte: „Probier es aus und erzähl mir anschließend davon.“ Also ging ich zurück zu meinem Stand, verschwand hinter der Leinwand, steckte kurzerhand um und … Perfekt. Es sieht natürlich aus, nichts verrutscht und das Beste: Die Prothesen bleiben zuverlässig an der Frau – sogar dann, wenn sie sich nach vorne beugt.
Für mich ist das Kaiserschlüpfer-Bustier deshalb weit mehr als ein Bustier. Es ist bequem, praktisch und wohltuend unaufgeregt. Es macht kein großes Drama aus einer besonderen Situation – sondern löst sie einfach.
Weil ich so begeistert davon war, wie entspannt, diskret und selbstverständlich Julia mit mir und meiner Situation umging, machte ich ihr gleich ein Angebot: Falls sie für ihre Werbung irgendwann einmal ein etwas reiferes Model braucht, würde ich das Bustier sehr gern präsentieren. Mit meiner Situation gehe ich offen um. Wenn ich anderen Frauen dadurch Mut machen kann, ihren eigenen Weg zu finden und sich in ihrem Körper wieder wohlzufühlen, zeige ich mich gern. Denn auch ohne Brust darf man ein richtig gutes Bustier tragen – eines, bei dem man sich nicht ständig fragen muss, ob die Prothese gleich auf eigene Faust weiterzieht. Natürlich wollte ich es genau wissen und probierte zum Vergleich auch das Bustier einer anderen Firma aus. Dort wurde ich allerdings etwas irritiert angesehen zumindest fühlte es sich so an. Und beim Tragen bemerkte ich schnell: Meine beiden Brustprothesen hatten offenbar ein starkes Nähebedürfnis entwickelt. Die eine wanderte entschlossen zur anderen, um ausgiebig mit ihr zu kuscheln. So viel Zweisamkeit war dann doch nicht geplant. Also hieß es für mich: schnell zurück zum bewährten Bustier von Kaiserschlüpfer. Dort bleibt jede Prothese zuverlässig an ihrem Platz: Nähe schön und gut, aber bitte mit einem Mindestabstand. Und ich hoffe, dass ich mit meiner Geschichte ein paar Frauen Mut machen kann, einfach weiterzugehen mit Brust, ohne Brust, mit Prothese oder ganz ohne Zusatzgepäck. Denn das Leben kommt sowieso ständig mit etwas Überraschendem um die Ecke. Manchmal möchte man diese Überraschung am liebsten direkt wieder zurückschicken ungeöffnet und ohne Porto. Und manchmal führt sie einen plötzlich zu einem Fotoshooting nach Hamburg.
Mein Fazit: Weitermachen lohnt sich. Das Leben verläuft selten nach Plan, aber gerade die ungeplanten Umwege führen manchmal an besonders schöne Orte. Und falls dabei doch einmal etwas verrutscht, sollte es wenigstens nicht die Brustprothese sein.

Unser Bustier Busenschmeichler
Fühlt sich gut an, gibt Halt und macht einfach alles mit: Unser Bustier ist dein Wohlfühlbegleiter für jeden Tag. Der weiche, atmungsaktive Stoff schmiegt sich angenehm an deinen Körper und passt sich perfekt deinen individuellen Bedürfnissen an – für sicheren Halt, ganz ohne einzuengen. Die durchdachte Passform wurde gemeinsam mit einer Hebamme mitentwickelt und begleitet dich nicht nur im Alltag, sondern auch durch Schwangerschaft und Stillzeit. Dank der praktischen Wickeloptik lässt sich das Bustier zum Stillen ganz einfach öffnen und ermöglicht dir einen unkomplizierten Zugang zu deiner Brust bequem und ohne unnötiges Hantieren. Du möchtest noch mehr Flexibilität? Unser Bustier lässt sich wunderbar mit unseren Busenfreundinnen kombinieren und bietet gleichzeitig sicheren Halt für Brustprothesen. Ein Bustier, das sich deinem Leben anpasst weich, bequem und zuverlässig. Für jeden Tag und jede Lebensphase.
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