Roses Revolution Day

Der Roses Revolution Day

Ein Aufschrei gegen Gewalt in der Geburtshilfe

Die Geburt eines Kindes sollte ein Moment der Freude, Liebe und Sicherheit sein. Leider berichten jedoch viele Frauen weltweit von traumatischen Erfahrungen während der Geburt, die von verbaler Missachtung bis hin zu physischer Gewalt reichen. Inmitten dieser kontroversen Diskussion steht der “Roses Revolution Day” als ein Tag des Bewusstseins und des Protests gegen Gewalt in der Geburtshilfe.  Seit 2011 legen Frauen weltweit am 25. November rosafarbene Rosen vor den Türen von Kreißsälen und Kliniken ab, in denen sie während der Geburt ihrer Kinder Gewalt erfahren haben, und teilen anschließend Bilder der Niederlegung im Internet.

Geburtshilfliche Gewalt kann verschiedene Formen annehmen, darunter mangelnde Informationsbereitstellung, respektloses Verhalten, unnötige medizinische Interventionen und sogar physische Übergriffe. Zahlreiche Berichte zeugen von Frauen, die sich während der Geburt entmachtet, missverstanden und gedemütigt fühlten. Diese Erfahrungen haben nicht nur kurzfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Frauen, sondern können auch langfristige Folgen für die Mutter-Kind-Bindung haben.

Die Bewegung des Roses Revolution Day´s, begann als Reaktion auf den tragischen Tod von Jenny Blyth, einer australischen Hebamme, die sich für eine respektvolle Geburtshilfe einsetzte. Frauen und Unterstützer weltweit tragen an diesem Tag rosafarbende Rosen, um Solidarität zu zeigen und die Aufmerksamkeit auf die dringende Notwendigkeit von Veränderungen in der Geburtshilfe zu lenken.

Die Roses Revolution fordert eine umfassende Überprüfung der geburtshilflichen Praktiken und eine verstärkte Sensibilisierung für die Bedeutung der Einbeziehung der Mutter in den Entscheidungsprozess. Die Bewegung plädiert für eine menschenwürdige Behandlung während der Geburt, die Respekt, Informiertheit und Einwilligung in den Mittelpunkt stellt. Zudem setzt sie sich für eine stärkere Ausbildung von Geburtshelfern und medizinischem Personal ein, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Um Gewalt in der Geburtshilfe zu überwinden, ist eine gemeinsame Anstrengung erforderlich. Frauen, medizinisches Personal, Gesundheitsbehörden und die Gesellschaft insgesamt müssen zusammenarbeiten, um eine Kultur der Fürsorge und des Respekts zu fördern. Die Roses Revolution ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bedarf weiterer Maßnahmen, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen.

Die Roses Revolution ist nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Aufruf zur Aktion. Die Bewegung erinnert uns daran, dass jede Frau das Recht auf eine respektvolle und positive Geburtserfahrung hat. Indem wir gemeinsam für Veränderungen eintreten und die Rosen der Solidarität tragen, können wir dazu beitragen, dass die Geburtshilfe zu einem Ort wird, an dem jede Frau sich sicher, gehört und respektiert fühlt.

Wenn du dich angesprochen fühlst, oder auch gern aktiv sein möchtest, dann fühle dich herzlich eingeladen, an dem Tag teilzunehmen. Zum Beispiel, in dem du den Beitrag teilst oder mit Menschen zu sprichst, von denen du denkst, dass sie die Informationen zu dem Thema erhalten sollen. Oder du besuchst den Kreissaal, in dem du entbunden hast und legst dort eine Rose nieder. Jede Unterstützung hilft.

 

Weitere Informationen oder Möglichkeiten zu unterstützen, erhältst du hier:

 

https://www.rosesrevolutiondeutschland.de

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